Neujahrsempfang 2017

Der Einladung des Ortsbürgermeisters, sich auf das neue Jahr gemeinsam einzustimmen, waren etliche Bürgerinnen und Bürger gefolgt. In puncto Gemeindepolitik und -geschehen ist der Neujahrsempfang die Veranstaltung, in der der Besucher das Wesentliche aus dem vergangenen Jahr erfährt und hört, was im neuen Jahr ansteht. So auch in Offenheim, wo die schön hergerichtete Halle wieder ihre Gäste erwartete.

Viele Gäste bei dem Neujahrsempfang 2017 Abordnung der Sternsinger mit dem Ortsbürgermeister Peter Odermann

Vor Eintritt in den offiziellen Teil galt die Aufmerksamkeit jedoch der verkleinerten Abordnung der Sternsinger. Ortsbürgermeister Peter Odermann belohnte Lied und Segenspruch für die Gemeindehalle mit einer Spende.

Herzlich begrüßt wurden VG-Bürgermeisters Steffen Unger, die Ortsbürgermeister von Bechenheim, Morschheim und Orbis, Pfarrer Eric Bohn, die Vereinsvertreter und alle Gäste. Nicht begrüßt werden konnten die Männer der MenSociety. Wegen Krankheit sagten sie ihren Auftritt vor Veranstaltungsbeginn leider ab.

„2016, das Jahr rheinhessischer Superlative, liegt hinter uns. Mit einer Dämmerungswanderung im Vorholz haben auch wir zur Feier des 200-jährigen Bestehens beigetragen. Die Wanderung war auch von Familien gut besucht, so dass ich überlege, ob wir diese in erweiterter Form auch für das Jubiläumsjahr einplanen sollen. Denn Offenheim feiert 2018 sein 1250-jähriges Bestehen.“ war zu Beginn der Ansprache des Ortsbürgermeisters zu vernehmen.

Im weiteren Verlauf griff Ortsbürgermeister Peter Odermann verschiedene Themen auf und lies auch die „mittelprächtige Kommunikations-Katastrophe“ während einer Gemeinderatssitzung nicht aus. Dass bei der Neuanlage des Spielplatzes in der Mitte des Dorfes, Gesamtkosten insgesamt mehr als 20.000 Euro, durch den Einsatz vieler ehrenamtlich helfender Offenheimer manches Geld eingespart werden konnte, erwähnte er mit Stolz. Vorläufige bliebe der Platz so, in naher Zukunft sollten aber Zaun und Tür noch erneuert und hie und da auf den Treppenstufen Sitzmöglichkeiten angebracht werden.

Dass sich auf Offenheimer Gemarkungsgrund das Vorholz befände, Grund und Boden aber dem Land gehören würden, erfuhren die aufmerksamen Zuhörer beim Thema Ruheforst. Ortsbürgermeister Odermann berichtete ausführlich über den Werdegang des Ruheforstes im Vorholz. Vom ersten Kontakt seitens Landesforsten bis zum heutigen Stand der vertraglichen Übereinkunft von Verbandsgemeinde und Land. Mit der naturnahen Bestattungsmöglichkeit unter alten Eichen und Buchen im leicht anzufahrenden Vorholz wolle man dem großen Trend in der Bevölkerung Rechnung tragen. Noch immer sei „das Vorholz“ ein Name auch über die Regionalgrenzen hinaus und man erhoffe sich durch den Ruheforst im Nebeneffekt eine Belebung und positive Auswirkung auch auf das Forsthaus.

Nicht zuletzt durch die erfreulicherweise steigende Zahl Bechenheimer und Offenheimer Kinder ab einem Jahr in der Kindertagesstätte wurde es notwendig, dass im zurückliegenden Jahr eine weitere Kindergartengruppe entstand, war ein wichtiger Bestandteil der Ansprache von Peter Odermann. Für Offenheim sei der Kindergarten von großer Bedeutung, sei aber in die Jahre gekommen, erfülle Auflagen nicht mehr und der Betrieb in der derzeitigen Form werde von der vorgesetzten Behörde zum Teil nur noch geduldet. 2016 fanden evangelische Kirchengemeinde, Eigentümer von Gebäude und Gelände und Arbeitgeber, und Ortsgemeinde durch das Stellen von drei Containern auf dem Kindergartengelände eine Übergangslösung bis 2018. Die schwierige Frage, ob der Kindergarten in Offenheim erhalten werden kann, ob Um- oder Anbau ausreichen oder ein Neubau notwendig wird, das müsse sorgfältigst geprüft werden. Die Kosten von, im Falle eines Neubaus, etwa 1,5 bis 2 Mio. Euro würden wie bisher prozentual auf die beiden Gemeinden Bechenheim und Offenheim verteilt.

Auch der in kurzer und langer Vergangenheit auf breiter Basis angeregte Punkt „Dorfladen“ müsse abgearbeitet werden. Dem Ortsbürgermeister hätte sich in der letzten Zeit eine Möglichkeit angeboten, dass innerorts vielleicht ein Dorfladen, in Kombination mit Café und Museum geschaffen werden könne. Das wäre eine für Einwohner und Besucher attraktive Kombination, deren Umsetzung im Laufe des Jahres baulich und finanziell abgeklärt werden soll. Odermann betonte, dass es ohne Einsatz der Bürgerinnen und Bürger allerdings kein Fortkommen geben kann.

In diesem Zusammenhang appellierte er an die Gäste, die Idee des Bürgerbusses weiterzutragen und sich beim Projekt Bürgerbus zu engagieren, brachte zur Sprache, dass die aufwändigen Arbeiten an den Dachseiten der Gemeindehalle abgeschlossen sind und dass für diverse bauliche Maßnahmen für z.B. die marode Sandsteinmauer an der Alten Schule, die Westseite der Aussegnungshalle, für die Sanierung des Hallenbodens und der Hallendecken, ca. 46.000 Euro in den Haushalt 2017 eingestellt wurden.

„Und da wir beim Thema Geld sind, ist es mir ein Anliegen, mich herzlich bei den Spendern des vergangenen Jahres zu bedanken. An dieser Stelle ebenfalls ein großes Dankeschön an alle Helfer und Unterstützer, an die Vereine, Firmen und Institutionen für ihren ehrenamtlichen und routinierten Einsatz für das Gemeindeleben. Ein besonderer Dank gilt „meinen“ Gemeindearbeitern.“, so Peter Odermann. Den Zeitpunkt nutzte der Landfrauenverein Offenheim-Weinheim und der Verein der BfO e.V. um ihre Adventtreff-Spende von je 200 Euro zu überreichen.

Für Ihre Leistung im Badminton wurden dann die beiden jungen Spieler Bastian Lahr und Jannick Setter gelobt. Sie haben den 1. Platz der Altersklasse U11 bei den Rhh-Pfalz-Meisterschaften erreicht, was den Trainer und den Sportverein stolz machen würde und einen Applaus verdient hätte, meinte der Ortsbürgermeister. Anerkennung gab es für die beiden Jungen mit je einem Kinogutschein.

Kinogutschein für den 1. Platz bei den Rhh-Pfalz-Maeisterschaften in Badminton VG Bürgermeister Steffen Unger und Ortsbürgermeister Peter Odermann

Nachdem durch die Gemeindehalle der Sportsgeist geweht hatte, ging das Wort an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Herrn Steffen Unger. „2016 war ein für Rheinhessen gutes Jahr, viele Veranstaltungen haben eine Weiterentwicklung in Gang gesetzt, unsere Verbands-gemeinde Alzey-Land gestaltet sich zunehmend attraktiv und ist im Aufstreben“, schickte der Verbandsgemeindebürgermeister den Worten voraus, mit denen er noch einmal auf das wichtige Thema Kindertagesstätte einging. Er stellte fest, dass Investitonen in Kinder und deren Umgebung wichtig seien und eine frühe und gute Förderung und Unterbringung von großer Bedeutung in der Zukunft.

Mit dem Dank des Offenheimer Ortsbürgermeisters an Verbandsgemeindebürgermeister Unger, seine Anregungen und motivierenden Worte, neigte sich der offizielle Teil dem Ende zu. Die ein oder andere statistische Zahl zu Offenheims Bevölkerung wusste Ortsbürgermeister Odermann amüsant zu verpacken. So seien ca. 33 % der Offenheimer ledig, etwas über 53 % verheiratet. Vielleicht, so seine Überlegung, hätten 5 Tage Kerb, Feuerwehrjubiläum, der Besuch der Elsässer Trachtentanzgruppe oder die Adventstreffen im vergangenen Jahr ja etwas daran geändert. Er wünsche nun noch ein nettes Beieinander, einen guten Appetit auf die Neujahrssuppe und die Brezeln und viel Spaß beim Betrachten der Foto Show der Gemeindeveranstaltungen des zurückliegenden Jahres.

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